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Welchen Nutzen können Ärzte haben?

Wussten Sie,

…dass Patienten/innen, die an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen, mit ihrer Erkrankung oftmals besser umgehen können?

…dass Selbsthilfegruppenmitglieder therapeutisch motivierter sind?

…dass Selbsthilfegruppen die therapeutische Arbeit sinnvoll ergänzen können?

Ärzte/innen, die eine Selbsthilfegruppe empfehlen, können sich in der psychosozialen Beratung und Begleitung ihrer Patienten/innen entlasten. Anders als in den oftmals knapp bemessenen Sprechstunden, haben Patienten/innen in der Gruppe die Möglichkeit ausführlich über ihre Erkrankung und alle persönlichen Begleitumstände zu sprechen. Das Gespräch mit Gleichbetroffenen schafft wiederum Vertrauen und stellt eine gute Basis dar für die weitere ärztliche Behandlung.

Oft begleiten sich die Mitglieder zu Untersuchungen, unterstützen sich bei der Umsetzung der Therapiemaßnahmen durch Kontrolle, Sport, Ernährung und sind füreinander da, wenn jemand einsam ist und Hilfe braucht. Patienten/innen, die eine Selbsthilfegruppe besuchen, zeigen eine höhere Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe motiviert und befähigt Betroffene zu eigenverantwortlichem Umgang mit ihrer Erkrankung

Durch Gruppenbesuche können Ärzte/innen mehrere Patienten/innen mit derselben Erkrankung kennen lernen und ihre „erlernte Kompetenz“ mit der „erlebten Kompetenz“ der Betroffenen ergänzen.

In Selbsthilfegruppen können Patienten/innen ihr Schicksal mit anderen teilen. Ärzte/innen können von Selbsthilfegruppen profitieren, da diese den Bekanntheitsgrad der Praxis erhöhen und zu einem positiven Bild in der Öffentlichkeit beitragen können.

 (SEKO Bayern - Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V., Scanzonistraße 4, 97080 Würzburg)