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Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Wussten Sie,

…dass es Schätzungen zufolge in Deutschland mittlerweile zwischen 70.000 und 100.000 Selbsthilfegruppen zu fast jedem gesundheitlichen und sozialen Themenbereich gibt?
(Quelle: Nakos 2008)

Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen mit ähnlichen Problemen oder Anliegen im gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Bereich.
Durch gegenseitige Hilfe und Erfahrungsaustausch unter Gleichbetroffenen stärkt die Gruppe die einzelne Person. Durch die Umsetzung von Erfahrungen in Ideen und Taten bereichert Selbsthilfe das Gemeinwesen.

Sich selbst und anderen helfen, in eigener Sache handeln, sich regelmäßig treffen, mit anderen Gleichbetroffenen Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen – zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation, das sind einige Ziele von Selbsthilfegruppen. Denn eine Gruppe erreicht oft mehr als eine einzelne Person – durch Bündelung ihrer Kompetenz können Selbsthilfegruppen wichtige Ansprechpartner/innen für ihr Krankheitsfeld oder ihren Problembereich sein.

Selbsthilfegruppen sind über die Gruppentreffen hinaus füreinander da. Mitglieder begleiten sich zu Untersuchungen, unterstützen sich bei ambulanter Versorgung, kontrollieren Therapieumsetzungen, erproben gesunde Lebensweisen durch gemeinsamen Sport, Ernährungs- und Verhaltensvorschläge. Sie organisieren Veranstaltungen zum Krankheitsbild mit Fachreferenten/innen und erstellen Informationsmaterial.

(SEKO Bayern - Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V., Scanzonistraße 4, 97080 Würzburg)